Sonderpädagogisches Förderzentrum
SFZ St. Zeno
Förderschule

Entlassfeier, 20. Juli 2018

Aufbruch – mit leichtem Gepäck

Elf Schüler beendeten ihre Schulzeit am Sonderpädagogischen Förderzentrum St. Zeno – neun erwarben den erfolgreichen Mittelschulabschluss

Noch vor der offiziellen Entlassfeier verabschiedeten sich die Schüler der sechsten Klassen von den Neuntklässlern stellvertretend für alle Schulkameraden des Förderzentrums. Sie hatten den aktuellen Hit der Fantastischen Vier und Clueso „Zusammen“ einstudiert. Schließlich verbrachten sie zusammen viele Jahre gemeinsame Schulzeit. Für die Großen war dies eine schöne Überraschung.

Die Begrüßung der elf Entlassschüler und ihrer Angehörigen, des Elternbeiratsvorsitzenden, ehemaliger Kollegen und des Kollegiums durch die stellvertretende Schulleiterin Heike Dufey-Spannring läutete anschließend den offiziellen Teil der Feierlichkeit in der Aula des Schulhauses ein.

Die sich in der von den beiden Religionslehrerinnen Kerstin Brugger und Magdalena Janetzky vorbereiteten Andacht fortsetzte. Sie hatten sie unter das Thema Aufbruch – mit leichtem Gepäck gestellt. Eine eindrucksvolle Theaterszene gespielt von den Lehrern verdeutlichte den Schülern und Gästen die unterschiedlichen Aspekte dazu und sorgte besonders bei den Schülern für Heiterkeit. Die meisten hatten selbst auch einen Part der Andacht übernommen. Für Besinnlichkeit sorgte das Segenslied für die Schüler gesungen von einer Lehrergruppe.

Anschließend wendete sich die stellvertretende Schulleiterin mit einer Rede an die Teilnehmenden und dankte jedem gebührend.

Erstmalig führte ein Klassleiter, Carsten Hänel, Schüler am Förderzentrum St. Zeno zum Abschluss, der seine sonderpädagogische Qualifizierung nachträglich erworben hatte. Er erinnerte, wie es ihm ging, als er als fertiger Realschullehrer mit dieser Aufgabe betraut wurde. Wie schwer sein Gepäck anfänglich gerade an Vorurteilen wog und wie der gemeinsame Weg mit seinen Entlassschülern dazugeführt hat dieser Schulart treu zu bleiben. Fotos von wichtigen Stationen der vergangenen Schulzeit, wie dem ersten Schultag oder der Abschlussfahrt nach Berlin, riefen bei allen Anwesenden schöne Erinnerungen hervor und sorgten für Auflockerung und heitere Stimmung. Auch die Schüler hatten ihrem Lehrer „leichtes Gepäck“ für die Zeit ohne sie zusammengestellt. Erfreut und überrascht nahm er es entgegen.

Voll Aufregung erwarteten die Schüler die Zeugnisübergabe.

Im zweiten Schulhalbjahr hatten sie sich wahlweise einer praktischen Projektprüfung im Bereich Hauswirtschaftlich-Soziale Praxis oder Gewerblich-Technische Praxis gestellt. Im theoretischen Prüfungsteil wurde ihr Wissen in den Unterrichtsfächern Deutsch, Mathematik, Berufs- und Lebensorientierung sowie in der Fächerkombination Geschichte/Sozialkunde/Erdkunde oder Physik/Chemie/Biologie geprüft. Neun Schülern wurde das Zeugnis über den erfolgreichen Mittelschulabschluss überreicht. Die beiden anderen können ihren Mittelschulabschluss über eine berufliche Bildungsmaßnahme an einer Berufsschule erwerben. Nun freuten sich die Schüler ihre Zeugnisse in Händen zu halten und es als leichten Wegbegleiter zu haben. Daran sollten sie sich symbolisch von einem ebenfalls übergebenen Minirucksack erinnern lassen, der mit einer Stärkung für die erste Zeit nach der Schule gefüllt war.

Im Hauswirtschaftsunterricht hatten Schüler Fingerfood, fruchtige Erfrischungscocktails und die Dekoration für den Abschluss der Entlassfeier vorbereitet. Freude und Erleichterung über den geschafften Lebensabschnitt machten sich beim anschließenden Genießen und Zusammensein breit.

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