Sonderpädagogisches Förderzentrum
SFZ St. Zeno

Förderschule

Aktion "Sichere Schwimmer"

 

DLRG und AOK mit Aktion „Sichere Schwimmer“ erstmals an der Schule Sonderpädagogisches Förderzentrum St. Zeno, Bad Reichenhall, aktiv

 

Bad Reichenhall/Teisendorf - In Bayern ertranken im vergangen Jahr 2015 laut Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) 112 Menschen. Die abnehmende Schwimmfähigkeit in der Bevölkerung ist mit ein Grund dafür. Fast ein Drittel aller schulpflichtigen Kinder können nicht oder nicht sicher schwimmen. Die DLRG Ortsverband Teisendorf ist deshalb im Schuljahr 2016/2017 mit der Aktion „Sichere Schwimmer“ an der Schule Sonderpädagogisches Förderzentrum St. Zeno, Bad Reichenhall aktiv.

Die DLRG-Jugend Bayern startete die Aktion im Schuljahr 2013/2014 gemeinsam mit der AOK Bayern und dem Bayerischen Gesundheitsministerium in einem bayernweiten Pilotprojekt an 10 Schulen. Dabei erreichten über dreiviertel der Dritt- und Viertklässler am Ende der Pilotphase das Jugendschwimmabzeichen Bronze und wurden so zu „sicheren Schwimmern“.

Mittlerweile konnte die Beteiligung an der Aktion mit weit über 20 Schulen in Bayern fast verdreifacht werden. Ca. 4.000 Schüler haben bisher an der Aktion teilgenommen. In diesem Schuljahr wird diese Zahl voraussichtlich um 2/3 gesteigert, nicht zuletzt auch aufgrund des Engagements der DLRG-Schwimmtrainer.

Von der Aktion „Sichere Schwimmer“ profitiert auch die Schule Sonderpädagogisches Förderzentrum St. Zeno, Bad Reichenhall. Ab sofort wird an der Schule ein besonderer Schwimmunterricht durchgeführt.

„Durch speziell ausgebildete Schwimmtrainer können die Kinder besser gefördert werden“, sagt August Hacker, aktiver DLRG-Schwimmtrainer bei der DLRG in Teisendorf. „Die Kinder erlernen das Schwimmen durch die individuelle Betreuung schneller und nachhaltiger.“ so Hacker. Ein Drittel der Grundschüler verlassen die 4. Klasse ohne sicher Schwimmen zu können. Um dieser erschreckend hohen Zahl entgegen zu wirken, haben die AOK Bayern, das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sowie die DLRG-Jugend Bayern die Aktion „Sichere Schwimmer“ ins Leben gerufen.

Wasser zieht Kinder jeden Alters magisch an. Für diejenigen, die nicht schwimmen können, stellt dieses nasse Element jedoch eine nicht zu vernachlässigende Gefahr dar – die Gefahr des Ertrinkens. Wenn Nichtschwimmer ins Wasser fallen, verlieren sie schnell die Orientierung und gehen einfach unter. Hinzukommend ist Ertrinken eine der schnellsten Todesarten im Kindesalter! – Und was es noch gefährlicher macht: Es läuft in der Regel lautlos, ohne Strampeln und Schreien ab. Die beste Prävention gegen das Ertrinken ist daher, das Schwimmen zu lernen.

 

Projekte, wie die Aktion „Sichere Schwimmer“ ist unbestreitbar ein erster Schritt in die richtige Richtung, um unseren Kinder ein gefahrloses Schwimmen zu lernen. Doch um den Rückgang der Schwimmfähigkeit bundesweit zu stoppen, muss die ganze Bevölkerung an einem Strang ziehen. Das heißt im Detail: Ohne Schwimmbäder, aufgrund von Schließungen oder Umbauarbeiten hin zu Spaßbädern, fehlt es an geeigneten Wasserflächen zum Lernen und zum Üben.  Ohne Unterstützung in den Schulen werden Schüler auch weiterhin die Grundschule als unsichere Schwimmer verlassen. An dieser Stelle sind nicht nur schwimmtreibende Verbände angesprochen, sondern auch die Elternhäuser, die Ministerien, die Schulen und die Bäderbetriebe.  Zur Lösung dieses Problems gibt es nicht nur einen entscheidenden Lösungsweg, sondern viele verschiedene Lösungswege.

Man muss sie nur wagen und wollen!

 

Seit Aktionsbeginn ist die AOK Bayern Partner der DLRG. „Wir fördern die Aktion gerne, da Kinder, die frühzeitig schwimmen lernen, weniger gefährdet sind zu ertrinken“, erklärt Herr Maier, Pressesprecher der AOK-Direktion Bad Reichenhall/Traunstein das Engagement der AOK. „Zudem trainieren die Kinder dadurch ihre Beweglichkeit, sportbezogene Bewegungsmuster und ihr Koordinationsvermögen. Schwimmen zählt zu den gesündesten Sportarten. Es beansprucht den gesamten Körper, stärkt das Herz-Kreislauf-System und kann bis ins hohe Alter ausgeübt werden. „Die Fähigkeit, Schwimmen zu können, hilft damit auch, Volkskrankheiten wie beispielsweise Adipositas oder Diabetes effektiv vorzubeugen,“ so Maier.

 

Weitere Informationen zur bayernweiten Aktion gibt es bei der DLRG Jugend Bayern   Aktion „Sichere Schwimmer“     www.sichere-schwimmer.de