Sonderpädagogisches Förderzentrum
SFZ St. Zeno

Förderschule

Kooperationsmodell des SFZ St. Zeno Bad Reichenhall

(mit den Grundschulen Bad Reichenhall/Heilingbrunnerstr. und Ainring/Thundorf und den Mittelschulen Mitterfelden, Bad Reichenhall und Laufen)

Seit Schulbeginn 2000/2001 wird im Rahmen des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes in Zusammenarbeit mit einigen Grund- bzw. Mittelschulen das Modell “Integration durch Kooperation” durchgeführt:

In diesem Schuljahr - 2016/17 - gibt es Kooperationsklassen an der GS Thundorf (1. Kl. und 2. Kl., Frau Müller-Schöll), an der GS Heilingbrunnerstraße/Bad Reichenhall (2. Kl., Frau Maier) und an der MS Laufen(6. Kl., Frau Reiter).

Die Kooperation  erfolgt hauptsächlich in den Fächern Deutsch und Mathematik. Zwischen den zurückgeführten Schülern und den Grund- und Mittelschülern gibt es Unterschiede in der Auffassung, dem Arbeitstempo, der Arbeitsweise und der Selbständigkeit. Dadurch ist eine Vielzahl an Individualisierungsmaßnahmen nötig. Zu der sonderpädagogischen Förderung erfolgt noch eine innere Differenzierung - beispielsweise bei den Nachschriften und/oder den Mathematik-Hausaufgaben - wodurch die Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf jeweils ein geringeres Maß zu bearbeiten haben. Ziel ist es, den Schülern des Sonderpädagogischen Förderzentrums sowohl quantitativ als auch qualitativ den Anschluss an die Mittelschule zu ermöglichen.

Mittelschule und Förderzentrum kooperieren auch im Unterricht

Die Klassen 6 A und 8/9 a freuen sich über Lese-Tandems

Die gemeinsame Weihnachtsfeier war der Einstieg. Nun kooperieren die SchülerInnen der Klassen 6 A der Mittelschule Sankt Zeno und 8/9a des Sonderpädagogischen Förderzentrums Sankt Zeno auch im Unterricht miteinander.

Jeden Donnerstag gehen in der ersten Stunde Nicole, Agim, Fritz und Moritz aus der Klasse 8/9a von Herrn Polifka zur benachbarten Mittelschule, um gemeinsam mit Alina, Quirin, Leonit und Leonis aus der 6A von Herrn Bickelmann ihr Können im Lesen zu steigern.

Unter Anleitung von Kooperations- und Beratungslehrerin Frau Maier arbeiten die SchülerInnen in Lese-Tandems zusammen und bearbeiten Aufgaben in strategischem Lesen, lernen unterschiedliche Schriftarten kennen oder lösen Fragen zum Textverständnis. Dabei korrigieren sich die SchülerInnen wechselweise gegenseitig oder bekommen Hilfestellung von Frau Maier.

Die ersten Unterrichtseinheiten machten ihnen viel Spaß, die SchülerInnen sind voll motiviert und freuen sich über die gelungene Abwechslung im Unterrichtsverlauf.

Neben dem Effekt einer guten Leseförderung lernen sich die SchülerInnen unterschiedlicher Schulen besser kennen. Der soziale Aspekt, der an beiden Schulen groß geschrieben wird, steht ebenfalls im Mittelpunkt. So wird zum einen eine quantitativ und qualitativ deutlich gesteigerte Lesezeit für die SchülerInnen erreicht, zum anderen bietet das kooperative Arbeiten auch große Vorteile für die Lehrkräfte.

Durch den Erfahrungsaustausch profitieren die LehrerInnen gewinnbringend auch von den Vorbereitungen und dem Wissen des jeweils anderen. Es lernen in solchen Formen des Zusammenarbeitens nicht nur die SchülerInnen, sondern auch die LehrerInnen voneinander, was aufgrund der unterschiedlichen Ausbildungen von Mittelschul- und Förderschullehrkräften äußerst vorteilhaft ist für den weiteren normalen schulischen Alltag.